Mes­se­auf­tritt pla­nen: Wor­auf Unter­neh­men bei Design und Kom­mu­ni­ka­tion ach­ten sollten

Inhaltsübersicht

Wer schon ein­mal über eine Messe gelau­fen ist, kennt das ver­mut­lich. Man­che Stände zie­hen einen förm­lich an, wäh­rend man an ande­ren ein­fach vor­bei­läuft. Man­che wir­ken unschein­bar, bei ande­ren ver­steht man auf den ers­ten Blick gar nicht, was ange­bo­ten wird. Und wie­der andere gehen in der Masse schlicht unter und wer­den gar nicht wahrgenommen.

Das ist nicht nur für aus­stel­lende Unter­neh­men frus­trie­rend, die auf die Messe kom­men, um neue Kon­takte zu knüp­fen. Es ist auch für Besu­che­rin­nen und Besu­cher frus­trie­rend, denn viel­leicht ver­pas­sen sie genau den Anbie­ter, nach dem sie eigent­lich gesucht haben.

Ein gelun­ge­ner Mes­se­auf­tritt beginnt schon lange vor dem Auf­bau. Von der Ziel­set­zung über die Gestal­tung bis hin zu Bro­schü­ren, Wer­be­mit­teln und dem per­sön­li­chen Auf­tre­ten grei­fen viele Bau­steine inein­an­der. In die­sem Bei­trag möchte ich des­halb einen Über­blick geben, wel­che Aspekte aus Design- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­sicht zu einem stim­mi­gen Mes­se­auf­tritt gehören.

Denn am Ende pro­fi­tie­ren beide Sei­ten davon, wenn Unter­neh­men sicht­bar, ver­ständ­lich und ein­la­dend auftreten.

1. Was soll mit dem Mes­se­auf­tritt erreicht werden?

Ein gelun­ge­ner Mes­se­auf­tritt beginnt nicht mit dem Auf­bau des Mes­se­stands, son­dern mit einer kla­ren Ziel­set­zung. Die ers­ten Über­le­gun­gen soll­ten sich also damit beschäf­ti­gen, was man mit dem Mes­se­auf­tritt errei­chen möchte. Geht es darum Bekannt­heit zu erlan­gen oder zu stei­gern, ein neues Pro­dukt vor­zu­stel­len, all­ge­mein Prä­senz zu zei­gen und das Image zu pfle­gen oder Per­so­nal zu gewinnen.

Diese Über­le­gun­gen gehö­ren zwar in ers­ter Linie zum Mar­ke­ting, aber sie beein­flus­sen spä­ter viele gestal­te­ri­sche und inhalt­li­che Ent­schei­dun­gen. Wer hier gezielt und struk­tu­riert vor­geht, macht sich und ande­ren das wei­tere Vor­ge­hen leichter.

2. Der erste Ein­druck entscheidet

Egal, wel­ches Ziel ver­folgt wird: Ein Mes­se­stand muss auf den ers­ten Blick ver­ständ­lich sein. Er braucht daher eine klare visu­elle und inhalt­li­che Spra­che. Beson­ders auf beleb­ten Mes­sen, bei denen Besu­che­rin­nen und Besu­cher so vie­len Ein­drü­cken und Rei­zen aus­ge­setzt sind, ist es umso wich­ti­ger Ori­en­tie­rung zu bie­ten und einen kla­ren Blick­fang zu schaffen.

Ord­nung und Struk­tur wir­ken da anzie­hen­der als ein chao­ti­scher Gemischt­wa­ren­la­den. Die Mes­se­wand sollte daher eine zen­trale Bot­schaft ver­mit­teln und nicht den kom­plet­ten Pro­dukt­ka­ta­log abbil­den. Ganz nach dem Motto „weni­ger ist mehr“.

Mit Licht, Möbeln und der Gestal­tung des Stan­des kann man zusätz­lich dazu bei­tra­gen, ob Men­schen ste­hen blei­ben oder wei­ter­ge­hen. Ein offe­ner und klar struk­tu­rier­ter Mes­se­stand wirkt ein­la­dend. Denn bevor Inter­esse am Ange­bot ent­ste­hen kann, muss zunächst die Hemm­schwelle über­wun­den wer­den, den Stand über­haupt zu betreten.

Es ist also ent­schei­dend, ob sich Besu­che­rin­nen und Besu­cher erst mal wohl und will­kom­men fühlen

3. Der per­sön­li­che Auftritt

Doch nicht nur der Mes­se­stand ent­schei­det über den ers­ten Ein­druck. Es sind vor allem auch die Men­schen am Stand – wie sie geklei­det sind, wie sie sich ver­hal­ten und wie sie auf Inter­es­sierte zugehen.

Es bringt nichts, wenn der Stand Freund­lich­keit und Offen­heit trans­por­tiert und sich die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter hin­ter dem Handy ver­ste­cken, pri­vat quat­schen oder sich am Steh­tisch fest­kral­len. Die Werte, die man aus­strah­len möchte, müs­sen auf allen Ebe­nen spür­bar sein.
Wer wann und wie auf Kun­din­nen und Kun­den zugeht, ist wohl indi­vi­du­ell ver­schie­den und würde hier auch den Rah­men spren­gen. Ich per­sön­lich finde es sehr ange­nehm, wenn ich mich an einem Stand zunächst in Ruhe umse­hen kann, und signa­li­siert bekomme, dass ich jeder­zeit ein Gespräch auf­neh­men kann. Das bedeu­tet Prä­senz zu zei­gen ohne auf­dring­lich zu sein.

Die Klei­dung macht das Auf­tre­ten dann rund. Eine ein­heit­li­che Farb­ge­bung der Ober­be­klei­dung, ein gestick­tes Logo auf dem Hemd oder der Bluse, das Namensschild, … 

Eine klar erkenn­bare Klei­dung wirkt nicht nur pro­fes­sio­nell. Sie gibt auch Ori­en­tie­rung – beson­ders wenn in beleb­ten Zei­ten schnell eine Ansprech­part­ne­rin oder ein Ansprech­part­ner gesucht wird. 

Bis hier­hin kann man also zusam­men­fas­send schon mal sagen: Der Mes­se­stand lädt zum Gespräch ein und die Men­schen am Stand ent­schei­den, ob dar­aus wirk­lich eines wird.

4. Die Print­me­dien am Messestand

Wir haben es also geschafft, dass Besu­che­rin­nen und Besu­cher den Stand besu­chen und sich dort herz­lich will­kom­men füh­len. 
Es kommt zu infor­ma­ti­ven und inten­si­ven Gesprä­chen. Wer jetzt gut vor­be­rei­tet ist, kann hier einen wei­te­ren Schritt gehen, um Ver­trauen auf­zu­bauen und gleich­zei­tig die eigene Exper­tise zu stärken.

Ich spre­che von den Print­me­dien wie Image­bro­schü­ren, Pro­dukt­pro­spek­ten oder Info­flyer. Diese sind kei­nes­wegs alt­mo­disch, denn gerade in der aktu­el­len Zeit in der vie­les digi­tal läuft, emp­fin­den es man­che sogar als ange­nehm mit den Hän­den durch eine Bro­schüre zu blättern.

Was hoch­wer­tige Print­me­dien im Ver­gleich zu digi­ta­len Inhal­ten näm­lich beson­ders gut kön­nen: Ver­trauen schaf­fen. Men­schen haben Dinge immer noch gerne schwarz auf weiß. Papier ist nicht so flüch­tig wie Pixel. Außer­dem kann man sich ganz prak­tisch gleich ein paar Noti­zen machen oder etwas markieren.

Auf ein­zelne Medien und ihren bevor­zug­ten Ein­satz­zweck ein­zu­ge­hen, würde an die­ser Stelle zu weit gehen. All­ge­mein emp­fehle ich bei Print­me­dien auf Qua­li­tät statt auf Masse zu set­zen. Ein Design, das die Werte des Unter­neh­mens trans­por­tiert, Inhalte, die von Exper­tise zeu­gen, ein Papier, das Qua­li­tät ver­spricht und eine Ver­ede­lung, die den letz­ten Schliff ver­leiht.
Sol­che Bro­schü­ren lan­den spä­ter auf dem Schreib­tisch und ver­mit­teln sub­til, für was das Unter­neh­men steht.

Außer­dem lohnt es sich, Inhalte mög­lichst zeit­los zu gestal­ten. Eine hoch­wer­tige Bro­schüre, die meh­rere Jahre genutzt wer­den kann, ist oft nach­hal­ti­ger als jähr­lich neu gedruckte Unterlagen.

Das glei­che gilt für die gute alte Visi­ten­karte. Gerade auf Mes­sen, wo man inner­halb kur­zer Zeit mit vie­len Men­schen in Kon­takt kommt, hat die Visi­ten­karte ein paar ent­schei­dende Vor­teile. Zunächst trans­por­tiert auch sie auf kleins­tem Raum die Werte eines Unter­neh­mens.
Doch der ent­schei­dende Vor­teil spe­zi­ell auf Mes­sen ist die Merk­hilfe. Mit einer Visi­ten­karte ver­bin­det man oft auto­ma­tisch das Gespräch, das man geführt hat. Ein gescann­ter Kon­takt im Smart­phone ist dage­gen schnell einer von vie­len – wenn man ihn über­haupt zwi­schen allen Kon­tak­ten wie­der­fin­det. Dazu müsste man sich näm­lich den Namen gemerkt haben.

Print­me­dien eig­nen sich also aus­ge­zeich­net, um Besu­che­rin­nen und Besu­chern etwas mit­zu­ge­ben, dass den Kon­takt bis ins Büro ver­län­gert und dort wie­der an das Gespräch erin­nert. Obwohl ich so für Print­me­dien plä­diere, bin ich aber auch Rea­lis­tin. Wenn man auf Mes­sen Pro­spekte und Flyer mit­nimmt, bedeu­tet das auch viel zu schlep­pen. Für alle, die lie­ber digi­tal oder schul­ter­scho­nend unter­wegs sind, kann man Bro­schü­ren und wei­tere Unter­la­gen zusätz­lich per QR-Code zum Down­load anbieten.

Print­me­dien bewusst und gezielt ein­ge­setzt, sind also kei­nes­wegs nur Infos auf Papier, son­dern sie unter­stüt­zen im Ver­kaufs­ge­spräch und weit dar­über hinaus.

5. Wer­be­mit­tel mit Mehrwert

Wenn es darum geht Men­schen etwas mit­zu­ge­ben, wer­fen wir noch einen Blick auf die Wer­be­mit­tel. Wie das Wort schon sagt, geht es um Mit­tel zur Wer­bung. Vom Kugel­schrei­ber bis zum Busi­ness­ruck­sack, von Gum­mi­bär­chen bis zum Cham­pa­gner. Die Aus­wahl an Wer­be­mit­teln ist rie­sig. Wie sol­len Unter­neh­men da eine sinn­volle Ent­schei­dung treffen.

Die Königs­dis­zi­plin ist es Wer­be­mit­tel zu fin­den, die zum Unter­neh­men, zum Ange­bot und zu den Unter­neh­mens­wer­ten pas­sen. Da habe ich schon Groß­ar­ti­ges gese­hen aber genau so Mist, der eher kon­tra­pro­duk­tiv war. Bevor ein Wer­be­mit­tel belang­los ist oder eher dem Image scha­det, ver­zich­tet man aus mei­ner Sicht lie­ber ganz auf Wer­be­mit­tel. Doch bei der mitt­ler­weile rie­si­gen Aus­wahl, kann ich mir kaum vor­stel­len, dass man nichts Pas­sen­des fin­det, wenn man sich bemüht.

Ein wei­te­rer Aspekt ist der Nut­zen. Das beste Wer­be­mit­tel ist oft das, das gebraucht wird und Monate spä­ter noch im Ein­satz ist. Die x‑te Tasse ist wahr­schein­lich nicht der große Wurf, wenn sie über­haupt den Weg in die Küche fin­det. Lade­ka­bel mit ver­schie­de­nen Adap­tern hin­ge­gen kann man meis­tens nicht genug haben – in ver­schie­de­nen Räu­men und diver­sen Taschen.

Und wie bei allem zählt auch bei Wer­be­mit­teln Qua­li­tät vor Masse. Beim all­zeit belieb­ten und gleich­zei­tig ver­hass­ten Kugel­schrei­ber heißt das bei­spiels­weise, dass statt 10.000 Stück vom bil­ligs­ten Pro­dukt lie­ber eine klei­nere Menge hoch­wer­ti­ger Kugel­schrei­ber bestellt wer­den sollte.
Aus eige­ner Erfah­rung weiß ich, dass gute Kugel­schrei­ber durch­aus begehrt sind, eben weil so viele kur­sie­ren, die schlecht schrei­ben oder schnell kaputt gehen. Und mal ehr­lich, was sagt ein bil­li­ges Wer­be­mit­tel über das Unter­neh­men aus? Eben!

Eine beson­dere Form des Wer­be­mit­tels ist aus mei­ner Sicht ein Pro­dukt­mus­ter, das direkt vor Ort ent­steht. Davon habe ich ein paar auf der Blech­Expo ergat­tert. Dazu gehör­ten ein Stern aus Metall, der mit­tels Was­ser­strahl aus­ge­schnit­ten wurde und eine fili­grane Metall-Fliege in der Größe eines 1 Cent Stücks, die auf einer Prä­zi­si­ons­bie­ge­ma­schine her­ge­stellt wurde.
Mit Pro­dukt­mus­tern kann man Wer­be­mit­tel und Pro­dukt per­fekt ver­bin­den. Genau sol­che Wer­be­mit­tel blei­ben in Erin­ne­rung, weil sie zei­gen, was ein Unter­neh­men kann, statt nur sei­nen Namen auf einen belie­bi­gen Gegen­stand zu drucken.

Gute Wer­be­mit­tel ver­schwin­den nach der Messe nicht in einer Schub­lade oder im Müll. Sie beglei­ten Men­schen im All­tag, erin­nern an das Gespräch und sor­gen dafür, dass das Unter­neh­men auch Wochen oder Monate spä­ter noch prä­sent ist.

6. Kom­mu­ni­ka­tion auf allen Ebe­nen: Wenn der Gesamt­ein­druck stimmt.

Ein Mes­se­auf­tritt ist die kom­pri­mierte Prä­sen­ta­tion eines Unter­neh­mens. Besu­che­rin­nen und Besu­cher neh­men dabei nicht ein­zelne Ele­mente wahr, son­dern den Gesamt­ein­druck. Des­halb soll­ten Mes­se­stand, Print­me­dien, Wer­be­mit­tel und das per­sön­li­che Auf­tre­ten die­selbe Spra­che spre­chen. Denn erst wenn alles zusam­men­passt, ent­steht ein stim­mi­ger und pro­fes­sio­nel­ler Auftritt.

Ein gelun­ge­ner Mes­se­auf­tritt beginnt also lange vor dem Auf­bau des Mes­se­stands und besteht aus weit mehr als nur einem schö­nen Design. Wer Ziele, Gestal­tung, per­sön­li­che Begeg­nun­gen und Medien als Gesamt­kon­zept ver­steht, schafft einen Auf­tritt, der im Gedächt­nis bleibt.

Sind noch Fra­gen offen?

Wenn bei Ihnen ein Mes­se­auf­tritt ansteht und Sie Unter­stüt­zung bei der Gestal­tung oder der Kon­zep­tion Ihrer Print­me­dien benö­ti­gen, freue ich mich auf Ihre Nach­richt. Gemein­sam schauen wir, wel­che Lösun­gen zu Ihrem Unter­neh­men passen.

Zur Kon­takt­auf­nahme nut­zen Sie am bes­ten die Mög­lich­kei­ten auf mei­ner Kon­takt­seite.

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